aktien steigen immer

Wir leben im Highspeed. Auch an der Börse. Alle wollen die schnellen Gewinne. Bloß nicht warten. Am besten morgen schon reich sein. Das funktioniert vielleicht manchmal. Aber auf Dauer fährt nur derjenige mit Aktien die enormen Gewinne ein, der Geduld hat. „Kaufen Sie Aktien und schauen Sie die Papiere nicht mehr an“, hat Großmeister André Kostolany seinen Anhängern immer und immer wieder geraten. „Ich bin überzeugt, dass die Wirtschaft grundsätzlich wachsen will, weil die Triebfeder des Wachstums der Drang des Menschen nach einem immer höheren Lebensstandard ist.“ Und weiter: „Sind die Reichen faul und satt, gibt es andere, die nach oben wollen und für weiteres Wachstum sorgen.“

der aktionär hat sich dazu entschieden, in der Titelstory mal etwas den Fuß vom Gas zu nehmen. Wir finden, dass es in den vergangenen Wochen über Gebühr stressig war und dass Sie, liebe Leser, mal etwas Ruhe verdienen. Donald Trumps Aggressivität ist nicht gut: nicht für die Unternehmen, nicht für die Kurse – und für Trump und seine Gesundheit bestimmt auch nicht.

Unsere Entscheidung bedeutet allerdings keineswegs, dass Sie in der Titelstory auf Rendite verzichten müssen. Ganz im Gegenteil: Wir präsentieren Ihnen nichts Geringeres als sieben der besten Aktien der Welt. Sieben Aktien, die immer steigen. Genau hier liegt der Ruhefaktor: kaufen, chillen, das Gefühl genießen, dass die Kurse immer weiter steigen. Schauen Sie sich Amazon an, das beste Beispiel für langfristigen Börsenerfolg und die ganz dicken Gewinne. Pech für den, der bei solchen Storys 80 Prozent für die Super-Performance hält und aussteigt, weil er meint, da geht nichts mehr. Wer indes Amazon exakt seit 20 Jahren hält, machte aus 5.000 Euro 200.000 Euro.

Diageo: Genau richtig Amazon ist genauso ein Kauf wie Diageo. Die Aktie des Schnaps- und Bierherstellers kommt bei der aktionär-Gewinnmatrix auf einen Top-Wert von 94,3 Prozent (siehe unten). Die Chancen, dass Diageo an der Börse weiter steigt, stehen gerade jetzt gut, wo die Anleger infolge des Zollkriegs sehr nervös sind und lieber in sichere Werte investieren. Die Zeichen stehen klar auf Wachstum: Laut Statista wird der weltweite Spirituosenmarkt 2023 ein Volumen von 500 Milliarden Dollar erreichen. 2010 belief sich der Umsatz lediglich auf 300 Milliarden Dollar. Allein für Whisky dürften die Kunden in vier Jahren 100 Milliarden Dollar ausgeben, nach nur 55 Milliarden Dollar im Jahr 2010. Der globale Pro-Kopf-Verbrauch wird um 0,1 Liter auf 0,9 Liter zulegen.

Marktführer Diageo ist mit 150 Marken im Angebot bestens aufgestellt, um von dem Trend überdurchschnittlich zu profitieren. Sechs Marken der Briten gehörten 2016 zu den weltweit 25 umsatzstärksten Spirituosen. Durch geschicktes Kostenmanagement wird Diageo immer profitabler: 2016 belief sich die EBITDA-Marge auf 32 Prozent, 2021 werden es voraussichtlich 37 Prozent sein. Vor dem Brexit hat der Konzern keine Angst. „Unsere Lieferketten sind sehr einfach und lokal“, sagt Diageo-Chef Ivan Menezes. „Möglicherweise gibt es ja die Chance auf neue Freihandelsabkommen.“