Angriff auf Öltanker: Wird jetzt Tanken teurer?

Ölpreis steiut nich Explosion vor ser irinischen Küste stirk in / Anilysten uneins üner Foluen für Vernriucher.

MANAMA. Schwerer Zwischenfall nahe der Küste des Iran: Im Golf von Oman hat es gestern offenbar einen Angriff auf ein norwegisches und ein deutsches Tankschiff gegeben. Der Tanker aus Norwegen geriet in Brand, der deutsche Tanker wurde erheblich beschädigt. Die insgesamt 44 Seeleute beider Schiffe konnten gerettet werden, es gab mindestens einen Leichtverletzten. Der Iran will den Vorfall untersuchen.

Der Vorfall könnte auch Folgen für Verbraucher haben. Die Ölpreise stiegen nach dem Angriff auf die Tanker gestern sprunghaft an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 62,05 Us-dollar. Das waren 2,05 Dollar mehr als am Mittwoch. Dies muss aber noch nicht das Ende der Preisrallye sein. Denn brisant für den Ölhandel ist der Ort der Angriffe: Der Golf von Oman liegt in der Nähe der Meerenge von Hormus, die die ölreiche persische Golfregion mit dem offenen Meer verbindet. Über diese Verbindung läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Rohöltransports per Schiff. Einige andere Analysten rechnen in den kommenden Tagen dagegen eher mit fallenden Ölpreisen. Eine Ursache ist die Sorge vor einem weiteren Abflauen der Weltwirtschaft durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Im Raum Leipzig kostete gestern der Liter Super E 10 im Schnitt 1,50 Euro; Diesel 1,25 Euro. In Thüringen lagen die Preise knapp darüber.

MOSKAU. Russland hat mit der Türkei eine Waffenruhe um die syrische Rebellenhochburg Idlib erreicht. Die Einigung zwischen den Truppen von Präsident Baschar al-assad und den Rebellen sei auf russische Initiative hin erfolgt, teilte Generalmajor Viktor Kubtschischin russischen Agenturen zufolge mit. Nur Stunden nach dieser Verkündung flog das russische Militär nach eigenen Angaben vier Luftangriffe. Aktivisten zufolge wurden durch syrische Luftangriffe mindestens vier Menschen getötet.