Anklage gegen rechte Terrorzelle

Hamburg. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat, so Medienberichte, Anklage gegen acht Mitglieder der mutmaßlich rechtsextremen Terrorzelle »Revolution Chemnitz« erhoben. Den Männern im Alter von 21 bis 31 Jahren werde die Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, berichteten NDR, WDR und »Süddeutsche Zeitung« am Dienstag. Das Verfahren werde voraussichtlich im Herbst vor dem Oberlandesgericht Dresden eröffnet. Kürzlich hatte der Bundesgerichtshof die Fortdauer der U-Haft für sechs Männer der mutmaßlichen Terrorzelle angeordnet. Die identifizierten Mitglieder waren am 1. Oktober 2018 festgenommen worden. Sie sollen am 3. Oktober Gewaltaktionen in Berlin geplant haben. Zusammengeschlossen haben sollen sich die Verdächtigen erst kurz vor der Festnahme im September.

Laut NDR, WDR und »SZ« suchte der als Rädelsführer geltende Christian K. in der Vergangenheit Kontakt zum Verfassungsschutz. Er habe sich 2015 dem sächsischen Verfassungsschutz als V-Mann angeboten.