Facebook lässt sich beaufsichtigen

– Ein externes Aufsichtsgremium soll Facebook künftig dabei unterstützen, über „besonders kritische Inhalte“zu entscheiden: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Letztentscheidung darüber, welche Inhalte gelöscht werden sollen, nicht von Facebook getroffen werden sollte“, sagte Nick Clegg, früher Vize-Premierminister von Großbritannien und als Vice President of Global Affairs and Communications so etwas wie der „Außenminister“des Konzerns, dem Tagesspiegel. Dem Gremium werden rund 40 Wissenschaftler, Juristen, Journalisten, Datenschützer sowie weitere Expertinnen und Experten angehören.

In Berlin fanden am Anfang dieser Woche Workshops zur Vorbereitung dieses Gremiums statt, das noch in diesem Jahr gegründet werden soll. Dabei gehe es Facebook jedoch nicht darum, sich seiner Verantwortung zu entledigen, betonte Clegg: „Wir wollen vielmehr das Vertrauen der Nutzer erhöhen und eine höhere Verantwortlichkeit für den Umgang mit Inhalten erreichen.“So habe etwa der Skandal um Cambridge Analytica Facebook „einen großen Schaden zugefügt“, „einmal verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, ist nie leicht“, gab Clegg zu. Mehr Transparenz schaffe aber „mehr Vertrauen“. Das Aufsichtsgremium werde „sicher nicht die alleinige Lösung sein, aber ein Teil davon“.