Fremde Investoren in Alpen stossen auf Widerstand

Saas Fee liegt im Clinch mit seinem amerikanischen Investor und Crans Montana mit seinem tschechischen Geldgeber. Zu Beginn klang die Liaison mit einem ausländischen Investor in den beiden Walliser Skiorten wie ein Wintermärchen, inzwischen aber liegen die Nerven blank: In Crans Montana stellte der tschechische Immobilienmogul Radovan Vitek diesen April kurzerhand die Skilifte während zweier Tage ab, weil die Gemeinde Leistungen von Viteks Bergbahnen nicht gebührend abgegolten haben soll. In Saas Fee wollte der US-Hedge-Fund- Manager Edmond Offermann die Aktienmehrheit an der Bergbahngesellschaft übernehmen, lief aber vor kurzem bei den Aktionären auf. Der Clinch endete mit dem Rücktritt von Primin Zurbriggen als Präsident der Bahnen. Der einstige Skistar sagte danach: «Ich wehre mich gegen den drohenden Ausverkauf der Heimat.» Solche Stimmen mehren sich – zumal ausländisches Kapital auch in grossem Stil in Luxushotels fliesst. Im Kanton Bern etwa sorgt sich das Parlament vor dem wachsenden Einfluss der Investoren im Oberland.