Journalistenpreis für Fabian Eberhard

SonntagsBlick-Reporter Fabian Eberhard (35) hat die politische Debatte im vergangenen Jahr entscheidend mitgeprägt. Mit seinen Recherchen über den Einsatz von Schweizer Waffen im Jemen, in Syrien und Libyen hat er dazu beigetragen, dass der Bundesrat auf eine Revision der Kriegsmaterialverordnung verzichtet hat. Für diese Leistung ist Eberhard diese Woche nun mit dem Zürcher Journalistenpreis geehrt worden – der wichtigsten Auszeichnung in der Zeitungsbranche.

In ihrer Laudatio nannte Susanne Boos, ehemalige Redaktionsleiterin und heutige Redaktorin bei der «Wochenzeitung », Eberhards Artikelserie «ein Prunkstück von Recherchierjournalismus: Ein Journalist legt los, gräbt die erste Story aus, bleibt dran, zieht andere Quellen bei, die Geschichte wird grösser, weiter, unglaublicher.» Wie wichtig Eberhards Arbeit ist, zeigt auch sein Artikel vom letzten Sonntag. Er schrieb über eine gewaltbereite Gruppe von Neonazis.

Die Basler Staatsanwaltschaft hat am Montag reagiert: Sie eröffnete gegen die Gruppe ein Verfahren wegen Rassendiskriminierung. Diese Woche übrigens suchen Sie vergebens nach einem Artikel von Fabian Eberhard: Der ausgezeichnete Kollege ist in den wohlverdienten Ferien.