Pompeo lässt Sanktionen gegen deutsche Firmen offen

BERLIN (dpa/rtr) US-Außenminister Mike Pompeo schließt Sanktionen gegen die an der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligten deutschen Unternehmen nicht aus. Auf die Frage, ob ein solcher Schritt für die USA eine Option sei, sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Kollegen Heiko Maas (SPD) in Berlin: „Wir diskutieren Sanktionen nie, bevor wir sie einführen. Ich habe dem nichts hinzuzufügen.“

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte den an der Pipeline von Russland nach Deutschland beteiligten deutschen Unternehmen mehrfach mit Sanktionen gedroht. Die USA werfen Deutschland gemeinsam mit vielen EU-Ländern vor, Europa mit dem Projekt zu abhängig von russischem Gas zu machen.

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump nun auch Mexiko mit Zolldrohungen massiv unter Druck gesetzt. Anders als im Handelskonflikt mit China will er diesmal allerdings politische Forderungen durchboxen. Trump kündigte Importzölle auf sämtliche mexikanische Waren an, um das Land zu Maßnahmen gegen illegale Migration zu zwingen. Von Juni bis Oktober könnte der Zoll in Fünf-Prozent-Stufen auf bis zu 25 Prozent steigen. Es sei an der Zeit, dass Mexiko nun endlich das tue, was getan werden müsse, twitterte Trump.