Riesa feierte „Tag der Sachsen“als Riesenfest

Klare Ansage aus Mitteldeutschland nach Süden: Unter dem Motto „Wie die ,Wiesn’. Nur besser!“hat die Elbestadt am Wochenende den „Tag der Sachsen“gefeiert. Drei Tage lang zeigten etwa 310 000 Besucher, dass sich die sächsische Landesparty nicht hinter dem Münchner Oktoberfest verstecken muss. Auf 22 Themenmeilen, drei Medienbühnen und zehn Themenbereichen ging es vom Freitagabend bis gestern hoch her. Ein Höhepunkt war das Feuerwerk am Samstagabend; gestern dann zogen mehr als 3000 Darsteller beim großen Festumzug durch das Zentrum der Sport- und Industriestadt.

Nach 1999 – damals gab es mit 495 000 Gästen einen Besucherrekord an der Elbe – war Riesa zum zweiten Mal Gastgeber des Sachsen-tages, bei dem sich Hunderte Akteure aus dem Freistaat vorstellten. 240 Organisationen von Behörden bis Kirchen waren dabei, darunter 167 eingetragene Vereine und Verbände. Das Motto des Riesaer Riesenfestes bezog sich auf den sächsischen Bezug zum Münchner Oktoberfest. Die Theresienwiese – alljährlich Schauplatz des weltberühmten Spektakels – hat ihren Namen von Theresa Charlotte Luise Friederike Amalie, einer sächsischen Prinzessin.

Der „Tag der Sachsen“zeige nicht nur die Bürgergesellschaft, sondern biete den Menschen auch tolle Events, erklärte der Chef des Festkuratoriums, Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler. Das Heimatfest wird im Freistaat seit dem Jahr 1992 jährlich gefeiert. Nur 2002 fiel es wegen des Hochwassers aus. Im vergangenen Jahr kamen rund 285 000 Gäste ins nordsächsische Torgau. Und im nächsten Jahr lädt Aue-bad Schlema zu dem Heimatfest ins Erzgebirge ein.

Wo danach gefeiert wird – das wurde jetzt in Riesa entschieden: 2021 ist Freital (Sächsische Schweiz-osterzgebirge) an der Reihe. Die Stadt verfüge über viel Erfahrung mit Großveranstaltungen und habe sich mehrere Jahre lang auf die Bewerbung vorbereitet, teilte die Staatskanzlei mit. 2021 wird Freital zudem sein 100-jähriges Bestehen feiern.