Wen bekommt Bayern für unter 80 Mio.?

Der FC Bayern hat schon jetzt eine Rekordinvestition getätigt, gab für seine drei bisherigen Einkäufe Benjamin Pavard (35 Millionen Euro), Lucas Hernández (80 Millionen) und Fiete Arp (3 Millionen) insgesamt 118 Millionen Euro aus. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) bestätigte, dass mindestens noch ein Flügelspieler kommen soll. Am Wochenende setzte nun Aufsichts ratschef Uli Hoeneß (67) die Ober grenze für Spieler-Einkäufe bei maximal 80 Millionen Euro an. Bekommt der FC Bayern auch ohne einen 100 Millionen Transfer seinen Star für die Flügel?

Hasan Salihamidzic (42) akzeptiert die Transfer-Obergrenze des Präsidenten. „Uli Hoeneß ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der Aufsichtsrat muss unsere Transfer-Investitionen bewilligen, daran halten wir uns natürlich“, sagt der Sportdirektor zu der-spiegel.net. „Über mögliche Kandidaten wurde bisher nicht konkret gesprochen, aber wir werden versuchen, noch etwas zu machen für die neue Saison. Deshalb müssen wir auch klären, wie viel Geld wir dafür zur Verfügung haben.“

Zuletzt wurde Weltmeister Antoine Griezmann (28) mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Der Profi hat eine Ausstiegsklausel bei Atlético Madrid, die mit 120 Millionen Euro deutlich über der Bayern Transferschranke liegt. Nach der-spiegel.net Informationen ist Griezmann bei Bayern auch unabhängig davon kein Thema. Zum Interesse an Leroy Sané (23) gibt sich Bayern bedeckt. „Ich kommentiere keine Namen“, sagt Salihamizic auf Nachfrage zum Nationalspieler von Manchester City.

Die Münchner waren an Sané dran, als der damalige Schalker 2016 für 50 Millionen Euro nach England wechselte. Damals stieg Bayern aus dem Poker aus, da die Flügel mit Franck Ribéry (36) und Arjen Robben (35) bereits mit Weltklasse-Spielern besetzt waren. Inzwischen ist Sanés Wert laut transfermarkt.de auf 100 Millionen Euro gestiegen. Eine Summe, die deutlich über der Hoeneß-Vorgabe liegt. Trainer Pep Guardiola (48) betonte zuletzt zudem, dass er mit Sané verlängern möchte (siehe auch Seite 58/59).

Die Ablösesummen der Bayern Kandidaten Callum Hudson-Odoi (18) und Timo Werner (23) liegen bei Vertragslaufzeiten von nur noch einem Jahr deutlich unter 80 Millionen Euro. Über den verletzten Chelsea-Profi wurde allerdings noch kein medizinisches Gutachten von Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erstellt. Bei Werner gab es noch keine Verhandlungen mit seinem Klub RB Leipzig. Eine Entscheidung, ob James Rodríguez (27) per 42 Millionen Euro Klausel verpflichtet wird, verschob Salihamidzic auf die Zeit nach dem Pokalfinale. Kovac gilt nicht als James-Fan. Das Trainer Thema beeinflusst also auch die Transfer-Situation.