Zuger Kantonsrat Hürlimann tritt ab

Markus Hürlimann war in die sogenannte Zuger Sex-Affäre involviert. Nun tritt er in den Kantonsratswahlen vom Oktober 2018 nicht mehr an.

Nach der Landammannfeier kam es im Dezember 2014 zu Intimitäten zwischen SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann und Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin von den Grünen. Sie äusserte danach den Verdacht, es seien K.-o.-Tropfen eingesetzt worden; er sprach von einvernehmlichen Annäherungen. Spiess-Hegglin trat bald aus dem Kantonsrat zurück; Hürlimann gab das Amt als Präsident der SVP des Kantons Zug auf, verblieb aber im Parlament.

Jetzt hört er auch als Kantonsrat auf. Von den 19 Parlamentariern der SVP treten in den Zuger Wahlen vom 7. Oktober 2018 alle wieder an – bis auf Hürlimann. Die Baarer Ortssektion der Partei nominierte im Frühling einen anderen Kandidaten, nachdem sie den Verzicht Hürlimanns zur Kenntnis genommen hatte.

Auf Anfrage bestätigt Markus Hürlimann, dass er nicht mehr als Kantonsrat kandidieren werde; in der Kantonal- und Kommunalpartei werde er sich weiterhin engagieren, solange man seine Unterstützung brauche.

Im März dieses Jahres einigten sich Spiess-Hegglin und Hürlimann auf einen Vergleich. Damit sollte laut den Strafverfolgungsbehörden ein Schlussstrich unter die Geschehnisse nach der Zuger Landammannfeier 2014 gezogen werden. Jolanda Spiess-Hegglin verpflichtete sich dazu, nicht mehr in einer Weise über die damaligen Vorgänge zu sprechen, dass der Eindruck entstehen könnte, sie sei Opfer einer strafbaren Handlung geworden. Markus Hürlimann zog seinerseits die Strafanträge bezüglich Verleumdung und übler Nachrede zurück.