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»Graue Wölfe« im Visier

In Deutschland werden Stimmen laut, die ultranationalistische türkische Bewegung »Graue Wölfe« zu verbieten, nachdem sich Frankreich zu diesem Schritt entschlossen hat. »Wir sollten die richtige Reaktion Frankreichs zum Anlass nehmen, auch in Deutschland ein Verbotsverfahren gegen die ›Grauen Wölfe‹ als größte rechtsextreme Bewegung hierzulande einzuleiten«, sagt Christoph de Vries, Innenpolitiker der Unionsfraktion im Bundestag. Die »Hetze gegen alle ethnischen Nicht-Türken wie Kurden und Armenier« stelle eine »erhebliche Bedrohung für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung dar«, so de Vries. »Ein Verbot der ›Grauen Wölfe‹ in Deutschland ist längst überfällig«, findet auch der Hamburger CDU-Vorsitzende Christoph Ploß. Die Bewegung gilt als Arm der rechtsextremen türkischen Partei MHP. Frankreich hatte sich zu dem Schritt entschieden, weil die »Grauen Wölfe« für verschiedene Übergriffe gegen Armenier verantwortlich gemacht wurden. Im Verfassungsschutzbericht 2019 werden die »Grauen Wölfe« als »Verbreiter nationalisch-rechtsextremistischen Gedankenguts« eingestuft.
 

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