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Polizisten hörten das Horst-Wessel-Lied

 

Mehrere Polizisten aus Nordrhein-Westfalen, die sich an rechtsextremen Chatgruppen beteiligt haben sollen, hörten in ihrer Freizeit offenbar einschlägige Musik. Die Ermittler fanden auf den sichergestellten Datenträgern der Beamten zahlreiche Musiktitel von Bands, die in der rechts - extremen Szene beliebt sind. Sie stießen mehrmals auf das Horst-Wessel-Lied, das bestätigt das nordrhein-westfälische Innenministerium. Horst Wessel war SA-Sturmführer, das nach ihm benannte Lied wurde 1930 zur Hymne der NSDAP. Die Verbreitung des Stücks ist heute strafbar. Der Skandal um die Chatgruppen war im September bekannt geworden, damals wurden 31 Polizistinnen und Polizisten suspendiert, weil sie in Chats Fotos von Hakenkreuzen und Hitler geschickt oder empfangen haben sollen. Die meisten Beschuldigten gehörten zum Polizeipräsidium in Essen. Laut Innenministerium stellten die Ermittler bei den Beschuldigten 249 IT-Asservate fest. In insgesamt 1205 Fällen soll der Straftatbestand der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen er - füllt sein, bei 537 Dateien geht es um den Straftatbestand der Volksverhetzung.

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